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Baba Dunjas letzte Liebe

Heute vor 30 Jahren geschah in Tschernobyl der größte Atomunfall der Geschichte. Seit vier Jahren bauen Arbeiter unter lebensgefährlichen Bedingungen an der gigantischen Kuppel, die über den Unglücksreaktor geschoben werden soll. Aber trotz weiter gemessener Strahlung leben Menschen in der sog. Todeszone um Tschernobyl. Alina Bronsky widmet sich einer solchen Heimkehrerin.

 

Das sagt der Verlag:

Alina Bronsky lässt in ihrem neuen Roman eine untergegangene Welt wieder auferstehen. Komisch, klug und herzzerreißend erzählt sie die Geschichte eines Dorfes, das es nicht mehr geben soll – und einer außergewöhnlichen Frau, die im hohen Alter ihr selbstbestimmtes Paradies findet.
Baba Dunja ist eine Tschernobyl-Heimkehrerin. Wo der Rest der Welt nach dem Reaktorunglück die tickenden Geigerzähler und die strahlenden Waldfrüchte fürchtet, baut sich die ehemalige Krankenschwester mit Gleichgesinnten ein neues Leben im Niemandsland auf. Wasser gibt es aus dem Brunnen, Elektrizität an guten Tagen und Gemüse aus dem eigenen Garten. Die Vögel rufen so laut wie nirgends sonst, die Spinnen weben verrückte Netze, und manchmal kommt ein Toter auf einen Plausch vorbei. Während der sterbenskranke Petrov in der Hängematte Liebesgedichte liest und die Melkerin Marja mit dem fast hundertjährigen Sidorow anbandelt, schreibt Baba Dunja Briefe an ihre Tochter Irina, die Chirurgin bei der deutschen Bundeswehr ist. Doch dann kommt ein Fremder ins Dorf – und die Gemeinschaft steht erneut vor der Auflösung. Auf kleinem Raum gelingt Alina Bronsky voller Kraft und Poesie, voller Herz und Witz eine märchenhafte und zugleich fesselnd gegenwärtige Geschichte.

Das sagt Die gute Seite:

Es ist ein grandioses Bändchen, das alles erhaltene Lob mehr als verdient. Leichtfüßig, gewitzt, klug und mit sanfter Wärme für die Protagonistin macht Alina Bronsky eine mögliche Welt sichtbar und die Motive der Handelnden verständlich. Die Beziehung der Baba Dunja zu ihrer in Deutschland lebenden Enkelin spielt eine besondere Rolle. In ihr bündelt sich Gleichmut, Zufriedenheit, Resignation, Hoffnung.

Das Buch erschien bereits im August 2015 und stellte eine Ausnahme für mich als Buchhändlerin dar – denn ich bekam es überraschend geschenkt! Seit Die gute Seite 2014 eröffnet hat, denkt mein Freundeskreis, dass ich mir alle Bücher selbst quasi problemlos und umsonst aus dem Regal nehmen kann… Aber der Clou ist ja immer, dass ich mir selbst vielleicht genau dieses Buch gar nicht ausgesucht und daher verpasst hätte.

Machen Sie nicht den denselben Fehler! Kaufen oder leihen Sie dieses Buch, Haupsache Sie lesen es! Oder Sie hören es! Sophie Rois wurde für das 120min-Hörbuch mit dem Deutschen Hörbuchpreis 2016 als Beste Interpretin ausgezeichnet.

(fhart, 26.04.2016)