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Endlich gelesen: Iris Wolff: Die Unschärfe der Welt (2020) & Lichtungen (2024)

Das schreibt der Verlag:

Die Unschärfe der Welt
„Eine Autorin mit einem traumsicheren Sprachgefühl“ Denis Scheck
Iris Wolff erzählt die bewegte Geschichte einer Familie aus dem Banat, deren Bande so eng geknüpft sind, dass sie selbst über Grenzen hinweg nicht zerreißen. Ein Roman über Menschen aus vier Generationen, die auf berückend poetische Weise Verlust und Neuanfang miteinander in Beziehung setzt. (…)

Lichtungen
Zwischen Lev und Kato besteht seit ihren Kindertagen eine besondere Verbindung. Doch die Öffnung der europäischen Grenzen weitet ihre Lebensentwürfe und verändert ihre Beziehung für immer. (…) Zwischen dem ungleichen Paar entsteht eine unverbrüchliche Verbindung, die (…) den beiden Heranwachsenden im kommunistischen Vielvölkerstaat Rumänien einen Halt bietet. Ein halbes Leben später läuft Lev noch immer die Pfade ihrer Kindheit ab, während Kato schon vor Jahren in den Westen aufgebrochen ist. (…) Bis ihn eines Tages eine Karte aus Zürich erreicht, darauf nur ein einziger Satz: „Wann kommst du?“ (…)

Das sagt Helene Paulig, Stammkundin der Guten Seite:

Ich habe auf der Suche nach Lektüre einen der jüngsten Newsletter der „Guten Seite“ durchforstet und bin auf die Hinweise zu den in diesem Jahr verliehenen Buchpreisen gestoßen. Ich habe mir nicht nur die Gewinnerinnen und Gewinner, sondern auch die Lang- und Kurzlisten angeschaut und bin auf Iris Wolff gestoßen, die in Hermannstadt, Siebenbürgen, geboren wurde.

Beide Bücher haben mich gefesselt. Ihr besonderer Reiz liegt in der schwebenden Poesie, die die Autorin mit ihrer Sprache, ihren Bildern und Worten entfaltet. „In allem gab es diese Dunkelstellen, wo die Erfahrung aufhörte und die Erinnerung anfing. Etwas blieb, und etwas ging verloren, manches schon im Augenblick des Geschehens, und wie sehr man sich auch bemühte, es tauchte nie wieder auf. Erinnerungen waren über die Zeit verstreut wie Lichtungen. Man begegnete ihnen nur zufällig und wusste nie, was man darin fand.“ (Aus „Lichtungen“)

Beide Romane sind voller gütiger, kluger und alltagsintelligenter Menschen, die den Alltag in Rumänien vor dem Fall der Grenzen in Europa bewältigen, indem sie versuchen, ihre Familien und Freundeskreise zusammenzuhalten und zu stärken. Sie fühlen sich dabei verbunden mit den Landstrichen, in denen sie verwurzelt sind, wie dem Banat und Siebenbürgen. Sie suchen jedoch auch Wege über Mauern, um der gesellschaftlichen Enge, um Bespitzelung und Demütigung zu entkommen. Die Autorin erzählt davon, wie Menschen, die verschiedene Sprachen und Dialekte sprechen, die sich unterschiedlichen Volksgruppen zugehörig fühlen, miteinander auskommen oder auch nicht. Iris Wolff erzählt feinfühlig, ruhig, mit viel Menschenkenntnis.

Iris Wolff:
Die Unschärfe der Welt (Klett-Cotta 2020), im Taschenbuch für €12,- (zum Webshop)
Lichtungen (Klett-Cotta 2024), im Taschenbuch für €13,- (zum Webshop)
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