
Wir laden herzlich ein zum guten Ausstellungsbesuch!
Maria Oertel, in Karl-Marx-Stadt geboren, absolvierte zunächst eine Ausbildung zur Buchhändlerin. Nach abgeschlossenem Studium in Empirischer Kulturwissenschaft lebt und arbeitet sie seither in Marburg/Lahn. Nach langjährigem Aufblühen und Auspowern in kollektiven Strukturen widmet sie sich seit einigen Jahren eher künstlerischen Projekten und dem Stepptanz.
Ihr künstlerisches Schaffen umfasst Collagen und analoge Fotografie. Für die Collagen nutzt sie Zeitschriften und Bildbände. Hier interessiert sie die Fusion von Körper und architektonischen Formen. Ihre fotografischen Arbeiten hingegen oszillieren zwischen simplen Alltagsszenen und raffinierten Kompositionen.
In der Ausstellung zu sehen sind größtenteils Doppelbelichtungen. Das Spiel mit (Oberflächen-)Struktur, Licht/Schatten und Geometrie sind die Kernelemente ihrer Arbeiten. Bei den Doppelbelichtungen wird der Film komplett geknipst, dann ein zweites Mal in die Kamera gelegt und erneut verschossen. Das Kreieren einer Bildkomposition durch zwei (mehr oder weniger) zufällig übereinander gelegte Motive spiegelt die Motivation ihrer fotografischen Arbeiten wider: Das Stromern durch die Stadt, die bewusste Wahrnehmung der Umgebung und die Suche nach Form und Licht.