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Michelle Winter: Ich bin ein Laster

Das schreibt der Verlag:
Eine rasante Kriminalliebesgeschichte im kanadischen Nirgendwoland, voller lustiger Begebenheiten und kurioser Wendungen. Und mittendrin der Kulturkampf zwischen französischem Folk und englischem Rock, zwischen Chevy und Ford und anderen unüberbrückbaren Gegensätzen.

Agathe und ihr hünenhafter Ehemann Réjean haben das Geheimnis einer harmonischen und sinnlich erfüllenden Ehe entdeckt: großzügig akzeptierte kleine Lügen. Auch nach 20 Jahren freut sich Agathe über seine Angler-Erfolge – obwohl der mitgebrachte Fisch offensichtlich aus dem Kühlregal kommt. Als genau dieser Ehemann von einem ebensolchen Angelausflug nicht mehr heimkehrt und sein vielgeliebter Chevy Silver mitsamt dem unberührten Proviantkorb aufgefunden wird, tun sich allerdings ein paar Fragen auf.

Der trauernden Agathe geht bald das Geld aus, und so fängt sie an, in einem kirmeligen Elektronikgeschäft zu arbeiten. Ihre Kollegin Debbie, eine Ex-Cheerleaderin, bringt ihr das Autofahren, das Rock-and-Roll-Tanzen und noch so manches andere bei. Gleichzeitig wird Agathe von Réjeans Autoverkäufer und, wie sich herausstellt, allerbestem Freund heimlich verfolgt. Bis der Verlorengeglaubte einigermaßen verändert plötzlich wieder vor der Tür steht.

Das sagt Die gute Seite:

Hört sich wirklich werbekitschig an, aber ich stehe dazu: “Ich bin ein Laster” ist ein perlig erfrischender Debütroman, kurzweilige Sommerlektüre und dazu noch eine riskikofreie Verschenkidee! Klischees werden vorgestellt, bedient und auf den Kopf gestellt. Das Figurentableau bleibt übersichtlich – sowohl in der Anzahl, als auch in der Charaktertiefe. Das Personal: die überraschend verlassene Ehefrau Agathe, der streng frankophone Angler Réjean, ein teigiger Autoverkäufer, zwei Möchtegern-Elektronik-Chefs, eine clevere, zielstrebige Blondine, ein eigenwilliger Käsekrimineller und eine geheimnisvolle wie hünenhafte Bar-Bekanntschaft im Flecktarn. Und Autos (natürlich auch Laster) und Musik – in englischer wie französischer Ausgabe. Wirklich herzig.

Gerade ist mir dieser SALTO-Band im Rahmen des #bücherfrühlingbb21 wieder in die Hände gefallen. Und obwohl ich ihn vor einem Jahr gelesen habe, zauberte mir die Erinnerung an seine Lektüre mit seinen Personen gleich wieder ein Lächeln ins Gesicht. Weitersagen!

Friederike Hartwig

Michelle Winters: Ich bin ein Laster
Erschien im März 2020 im Klaus Wagenbach Verlag.
Gebunden 144 Seiten, Originaltitel: I am a truck.
Aus dem kanadischen Englisch übersetzt von Barbara Schaden,
In unserem Webshop: €18.