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Nach Angriff auf den Autor: Salman Rushdie: Joseph Anton. Die Autobiografie

Das schreibt der Verlag:
Was bedeutet es für einen Schriftsteller, über neun Jahre lang mit einer Morddrohung zu leben? Wie fest hat die Verzweiflung sein Denken und Handeln im Griff? Zum ersten Mal erzählt Salman Rushdie seine beeindruckende Geschichte; es ist die Geschichte eines Kampfes: dem Kampf um die Meinungsfreiheit. Rushdie erzählt vom teils bitteren, teils komischen Leben unter bewaffnetem Polizeischutz; von den engen Beziehungen, die er zu seinen Beschützern knüpfte; von seinem Ringen um Unterstützung und Verständnis bei Regierungen, Verlegern und Schriftstellerkollegen; und davon, wie er seine Freiheit wiedererlangte.

Das sagt Die gute Seite:
Salman Rushdie zeichnet ein detalliertes Bild davon, was es für ihn hieß, sich jahrelang verstecken zu müssen, weil nach Veröffentlichung seines Buch “Satanische Verse” zu seiner Ermordung aufgerufen wurde. Sehr eindrücklich schildert er im Buch, wie umfassend es ihn einschränkte, im Untergrund zu leben, was es für seine Bindungen und Beziehungen bedeutete. Und wie er weiter schrieb.

Aber sehr deutlich – und für mich besonders spannend – wird durch die Lektüre auch, wie sein Fall auf den internationalen Bühnen der Politik präsent war – oder eben nicht öffentlich, sondern als Teil von langwieriger, steter Diplomatie in vielfältiger Form.

Nicht zuletzt die Notwendigkeit von starken Schriftsteller:innen-Verbänden bestätigt sich mit bedauerlicher Aktualität und wird die PEN-Gebilde in Deutschland hoffentlich in thematischer Einigkeit herausfordern.

Friederike Hartwig

Salman Rushdie: Joseph Anton. Die Autobiografie
Erschien gebunden 2012, als Taschenbuch 2014 bei btb/ Penguin Random House Verlagsgruppe.
Im Taschenbuch 720 Seiten, Originaltitel: Joseph Anton. A Memoir.
Aus dem Englischen übersetzt von Bernhard Robben und Verena V. Koskull,
In unserem Webshop: €12,99, engl. ebook €10,99.
Übrigens: Für “Mitternachtskinder” gewann Rushdie den Booker Prize. (Verfilmt!)